Das Hochbeet befüllen – Schicht für Schicht zum Wachstumsturbo

 

Nach dem Aufbau des Hochbeets und vor dem Gärtnern kommt noch ein wichtiger Arbeitsschritt: das Befüllen des Hochbeets. Erst durch das richtige Befüllen wird das Hochbeet zum Wachstumsturbo für Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen.


Das Geheimnis des Hochbeets ist sein Schichtaufbau. Die Zersetzung des groben organischen Materials im Inneren (wie in einem Komposter) setzt Wärme und Mikro-Nährstoffe frei, die für besonders schnelles und üppiges Pflanzenwachstum sorgen. Wenn Sie Ihr Hochbeet befüllen, sollten Sie also darauf achten, in den unteren Etagen ausreichend grobe Gartenabfälle wie Äste und Laub zu verwenden. Denn dies wird für viele Jahre der Nährstoffspeicher Ihres Hochbeets sein.

 

 

Hochbeet befüllen

Von grob zu fein – auf die Reihenfolge kommt es an

Wollen Sie Ihr Hochbeet für den Gemüseanbau nutzen, sollten Sie es in fünf Schichten befüllen. Wird es hingegen nur für Kräuter und/oder Blumen verwendet reichen auch drei Schichten aus (grober Kompost, verrotteter Kompost, feine Gartenerde). In jedem Fall lautet die Grundregel beim Hochbeet befüllen: von grob zu fein.

 

Ganz unten im hortico Hochbeet befindet sich das Wühlmausgitter, das zuverlässig verhindert, dass sich Nager an den Pflanzen zu schaffen machen. Auf dieses Gitter werden dann nacheinander folgende Schichten gehäuft:

 

  1. Sperriges Gartenmaterial (grober Gehölzschnitt, Äste)

  2. Feineres Gartenmaterial (feiner Gehölzschnitt, Häckselgut, Laub, Fallobst, Rasenschnitt)

  3. Umgedrehter Rasensoden oder eine Lage Stroh (als Drainage zwischen der feinen und der groben Ebene)

  4. Grober Kompost oder verrotteter Stallmist

  5. Verrotteter Kompost

  6. Feine Gartenerde

 

Die Bepflanzung erfolgt dann in die oberste Schicht des befüllten Hochbeets – in die feine Gartenerde. Durch den Zersetzungsprozess der Biomasse sinkt die Befüllung des Hochbeets pro Jahr etwa 10 – 15 cm ab. Dies gleichen Sie zu Beginn der Pflanzzeit im Frühjahr einfach mit guter Gartenerde wieder aus. Erst nach 6 bis 7 Jahren ist der Nährstoffvorrat in Ihrem Hochbeet erschöpft – erst dann sollten Sie Ihr Hochbeet ausleeren und wieder neu befüllen.

 

Hochbeet befüllen: Zero Waste für Gartenabfälle

Beim Befüllen des Hochbeets finden sämtliche organischen Gartenabfälle Verwendung. Sie sind die kostbare und 100 Prozent natürliche Nährstoffquelle für das prächtige Pflanzenwachstum im Hochbeet. Denn die Zersetzungsprozesse der groben Gartenabfälle dauern mehrere Jahre und setzten beständig Nährstoffe frei. Dadurch wird zusätzliches Düngen überflüssig. Außerdem entsteht durch die Zersetzung Wärme – eine Art „Fußbodenheizung“ für die Pflanzen. In Kombination mit der besonders hohen Nährstoffdichte sorgt dies für einen zwei- bis dreifach höheren Ertrag im Hochbeet.

 

Der richtige Zeitpunkt zum Hochbeet befüllen

Idealerweise wird das Hochbeet bereits im Herbst befüllt. Zum einen sind in dieser Jahreszeit Gartenabfälle im Übermaß vorhanden. Und zum anderen hat das Hochbeet über den Winter Zeit, um sich zu „setzen“, bevor im Frühjahr noch einmal mit Gartenerde aufgefüllt und angepflanzt wird.

Es ist jedoch auch möglich, das Hochbeet im Frühjahr zu befüllen und dann sofort anzupflanzen. Allerdings wird es dann etwas schneller absinken. Dies können Sie jedoch ausgleichen, in dem Sie immer wieder mit etwas Gartenerde auffüllen.

 

Dies sollten Sie beim „Hochbeet befüllen“ beachten:

  ●   Das eingefüllte Material sollte leicht feucht sein.

  ●   Jede Schicht gut festdrücken.

  ●   Hohlräume mit grober Komposterde auffüllen.

 

 

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Befüllungsplan für Hochbeet